Der Dickdarmkrebs

Der Dickdarmkrebs

Aus dem Polyp bösartiger Tumor

Vastagbelrak1Der Dickdarmkrebs ist die zweithäufigste bösartige Erkrankung in Ungarn, seine Häufigkeit verweist alle darauf, dass es sich lohnt, und auch erforderlich ist, Vorsorgeuntersuchungen zu machen.

 

Der bösartige Tumor des Dickdarms entsteht gewöhnlich aus einem gutartigen Tumor, aus dem Polyp. Wenn alle über 50 (wenn in der Familie Dickdarmkrebs vorkam, dann über 40) zur Vorsorgeuntersuchung gehen, und der Arzt die Dickdarmspiegelung durchführt, dann werden diese Polypen gefunden und entfernt, dann entwickelt sich daraus kein Dickdarmkrebs. Da aus dem Polyp in 5-10 Jahren ein bösartiger Tumor wird, sollte die Vorsorgeuntersuchung bei negativem Ergebnis alle 5-10 Jahre wiederholt werden. In Ungarn bestehen leider für die regelmäßige  die gefährdete Altersklasse umfassende Vorsorge weder die finanziellen, noch die mechanischen, noch die ärztlichen Voraussetzungen im Rahmen des staatlichen Gesundheitswesens.

Tatsachen

  • In Ungarn erkranken jedes Jahr über 8000 Menschen am Dickdarmkrebs, und über 5500 sterben daran.
  • Der Dickdarmkrebs ist die zweithäufigste bösartige Krankheit in Ungarn, die erste ist der Lungenkrebs, wobei die Sterberate auch am höchsten ist. Danach folgen bei Frauen der Brust-, Gebärmutterhals- und Gebärmutterkörperkrebs, bei Männern der Prostatakrebs.
  • Der Dickdarmkrebs verursacht lange keine Symptome, und zumeist entwickelt er sich aus gutartigen Polypen.
  • Wenn der Arzt bei der Darmspiegelung die Polypen entfernt, kann der Darmkrebs vorgebeugt werden.
  • Der rechtzeitig entdeckte Darmkrebs kann vollständig geheilt werden.

Vorbeugung

Vastagbelrak2In der Entstehung des Darmkrebses können sehr viele Faktoren eine Rolle spielen. Die ballaststoffreiche Ernährung ist es – weniger Fleisch, viel Gemüse und Obst –, was nach dem heutigen Stand der Medizin in der Vorbeugung des Darmkrebses eine Rolle spielen kann. Der Darmkrebs ist eine Zivilisationskrankheit, weil die Menschen in den Wohlstandsgesellschaften wenig Ballaststoff verzehren, dagegen aber mit Vorliebe zu den Speisen mit hohem Fett-, Cholesterin-, Eiweiß- und Kaloriengehalt greifen, die sich nur schwer aus dem Körper ausleeren. Durch die Vorsorgeuntersuchungen kann die Entstehung der größeren Probleme vorgebeugt werden, wenn der Darmkrebs rechtzeitig entdeckt wird, kann der vollständig geheilt werden.  Wenn jemand in der Familie unter den Blutsverwandten einen Darmkrebskranken hatte, sollte mit der Vorsorge nicht mit 50, sondern mit 40 anfangen. Es gibt Faktoren, die eine Neigung darstellen, wie z.B. Polyposis – wenn sehr viele Polypen im Darm sind – wenn mit der Vorsorge noch früher angefangen werden sollte. Wir bemühen uns, die Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit der Vorsorge zu lenken, und wenn jemand ein bisschen auf sich aufpasst, kommt gewöhnlich zur Vorsorgeuntersuchung. In Ungarn gibt es jetzt unter den jetzigen Rahmen des Gesundheitswesens keine Möglichkeit, eine Kampagne zu machen, die die Aufmerksamkeit erregt.

Symptome

Der Dickdarmkrebs ist eine tückische Krankheit, weil er nur sehr spät die Symptome entwickelt. Wenn es schon Symptome gibt, kann es immer noch gelingen, die Krankheit  noch in der letzten Sekunde zu erwischen. Die meist typischen Symptome sind: blutiger Stuhl, Änderung der Stuhlgewohnheiten, Bauchkrämpfe. Der Wechsel von Durchfall und Verstopfung ist auch häufig. Man muss wissen, der Gewichtsverlust an sich ist noch kein Symptom für Dickdarmkrebs.

Operativer Eingriff

Der rechtzeitig entfernte Dickdarmkrebs kann durch Ausschneiden eines Stückes des Dickdarms vollkommen geheilt werden. In diesem Falle bleiben der Afterdarm und der After mit dem Schließmuskel erhalten. Wenn der Tumor ziemlich unten am Enddarm ist, dann kann der Patient leider in gewissen Fällen vom Tumor befreit werden, wenn der Dickdarm über die Bauchwand ausgeführt wird, der Patient leert seinen Stuhl in einen gut verschließbaren Beutel aus. Wenn der Dickdarmtumor nicht rechtzeitig entdeckt wird, und schon Tochtergeschwulste entwickelt sind, dann ist es schon viel schwerer, den Patienten endgültig zu heilen. (Die Tochtergeschwulste können überall sein, aber meistens kommen sie in der Leber und in der Lunge vor.) In solchen Fällen versuchen die Ärzte, mit Einstrahlung und Chemotherapie dem Patienten zu helfen. Ob diese Behandlungen verabreicht werden können, wird abhängig von dem Zustand des Patienten, und von dem Umfang des Tumors von einer Kommission festgestellt.

Wie Betroffene über die überstandene Krankheit erzählen

Ich hatte krampfhafte Bauchschmerzen, ich ging zu Doktor László, er ließ eine Laboruntersuchung machen, die schon einige Anomalien andeutete. Dann kam die Ultraschall Untersuchung, und die mit Endoskop, und das Ergebnis wurde leider positiv. Vorher habe ich an keiner Vorsorgeuntersuchung teilgenommen. Ich war ganz bestürzt, als ich das erfuhr, aber mit der ausgezeichneten ärztlichen Hilfe kam ich zum Glück bald zum Standpunkt, los, alles soll versucht werden, ich soll mich bemühen, gesund zu werden. Dieser starke Heilwille hat mich den ganzen Weg begleitet, und ich glaube daran, dass es viel zählte. Meine Familie hatte eine ähnliche Einstellung meiner Krankheit und mir gegenüber, sie haben mich enorm unterstützt. Was sie im Innersten empfanden, weiß ich nicht, das haben sie nicht gezeigt.

 

Ich wurde sofort operiert, dann kam Chemotherapie 6 Monate lang, mit allen möglichen Nebenwirkungen, aber schon bei dem Bewusstsein, dass dieser Zustand nur eine Übergangsphase ist. Dann sollte ich oft zu Kontrolluntersuchungen, jetzt – nach 5 Jahren – nur noch halbjährlich und ohne Symptome. Die Krankheit hat mein Leben natürlich verändert: man soll in dem Bewusstsein leben, dass man das hatte, und das es zu jeder Zeit wieder kommen kann. Das ist nicht einfach. Ich habe während der Krankheit, bzw. der Behandlung für wichtig gehalten, und halte auch jetzt dafür, normales, aktives Leben innerhalb der Grenzen der Vernunft zu führen. Das, und die Einhaltung einer Art leichte Diät sind nicht einfach. Wenn ich mich gut fühle, vergesse ich gern das Ganze.

 

Meine Ratschläge für alle Kranken: positive Einstellung, Wille zu heilen, keine Panik, keine Hetze, Vertrauen zu dem Arzt, bzw. einem Team, alle medizinische Ratschläge fleißig einhalten, dabei normal weiterleben. Mit dem heutigen Wissen hätte ich früher mit den Vorsorgeuntersuchungen angefangen.

 

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